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Parcours 2015

Der Parcours 2015 war bis zum 30. August 2015 zu besichtigen.

Einladungskarte für den Parcours 2015

Im Garten des Mischhauses wurden Skulpturen und Objekte ausgestellt von: Bruno Beratti, Franziska Anna Faust, Elisabeth Howey, Günther Huniat, Franziska M. Köllner, Georg Mann, Sebastian Pless, Christina Reiter, Reinhard Rösler, Christian Ferdinand Schmit und Kai-Uwe Schulz. Das Ergebnis einer Performance von Carsten Tabel und der Theatergruppe der Jugend, Kultur und Medienwerkstatt e.V. konnte bis Ende der Ausstellung betrachtet werden. Im Galerieraum präsentierten wir die Ausstellung "NN 54-SS38 Antarktis-Projekt" von Klaus-Peter John. Weiterhin kann das Atelier von Elmar Schenkel besichtigt werden.

Zur Ausstellung erschien ein Kalalog in einer limitierten Auflage von 50 Exemplaren.

Begrüßungsrede zum Parcours 2015:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Mischhaus Leipzig,
ich begrüße Sie, Euch wieder herzlich zur Ausstellungseröffnung. Mein Dank vor allem an die Künstlerinnen und Künstler des diesjährigen Parcours 2015. Mein Dank aber vor allem für die Organisation und den Aufbau der Ausstellung an: Bruno Beratti. Hinter mir ist unsere Mauer weggerissen worden. Da der Wind durchpfiff, hat die Theatergruppe des Jugend, Kultur- und Medienwerkstatt e.V. unter der Leitung von Carsten Tabel Stretchband gespannt. Die Performance ist später in einem Film zu sehen. Leider hat Wind und Wetter die erste Verspannung ins Nirwana aufgelöst und die Bänder neu verspannt haben Maria und Conny.
Zu den Kunstwerken: ganz hinten links, vor einem etwas verdeckten Müllhaufen steht eine Skulptur, ein Torso, das Abbild eines Frauenkörpers ohne Titel von Fanziska M. Köllner.
Links im Sandkasten, eigentlich unsere Boulbahn, steht von Bruno Beratti der „Mobile Einsatzwagen für die Erforschung extraterrestrischer Intelligenzen". Das erste Signal haben wir letzte Nacht empfangen: Hallo Mischhaus, könnt ihr eure Ausstellung ein wenig verlängern? In zweieinhalbtausend Jahren sind wir da. Rechts im Sandkasten sollte eigentlich eine Skulptur von Kai-Uwe Schulz zu bestaunen sein. Aber der Kollege konnte sein Kunstwerk nicht fertig stellen uns so kann man nur auf einem Zettel seine Erklärung dazu lesen. Etwas weiter vorn liegt ein Ei. Es ist groß und hoffentlich entschlüpft nicht etwas zu Großes. Es ist das soziale Ei, geschaffen aus Sandstein von Georg Mann.
Etwas rechts, schon in Richtung unseres Gartentores, steht die Skulptur mit dem Titel „Bonheur", also Liebe oder Glück, mit, wie ich es sehe, sieben Beinen von Elisabeth Howey.
Rechts hinten, vor der kleinen Tanne, steht oder läuft oder scheint zu schreien, der „Handläufer" von Sebastian Pless. Der „Handläufer" schreit an die davor stehende „Beziehung" von Christina Reiter. Hat der „Handläufer" etwas gegen die Beziehung oder spornt er sie an?
Auf der Wiese vor dem benachbarten Haus, wo ich sonst eigentlich meine Bettwäsche trockne, beängstigt, erschreckt uns oder flöst uns Hochachtung ein der „Stier", Stahl geschweißt, geschraubt, getrieben, geschliffen, gestaltet von Franziska Anna Faust.
Aus der Wiese ragt empor die „Galionsfigur Nr. 37" von Reinhard Rösler und etwas verborgen, überwachsen von Gras, lässt „Pons", die Brücke, ebenfalls von Reinhard Rösler, das Regenwasser fließen in den Teich. Hier vorn, noch auf dem Sockel verweilend, leicht, sich gleich in die Lüfte erhebend und über dem 1000 Jahre alten Leipzig kreisend, der „Vogel" von Günther Huniat.
Rechts neben und über mir, wie hineingewachsen in die Birken, rostige Eisenskulpturen mit englischen Titeln von Christian Ferdinand Schmit.
Und wie begrüßend, mit offener Hand eine Spende verlangend der König, wieder von Reinhard Rösler.
Im Galerieraum, der schon von Einigen als Frostraum bezeichnet wurde, das „Antarktis-Projekt" von Klaus-Peter John.
Wie immer zu unseren Ausstellungseröffnungen und in den Öffnungszeiten der Galerie ist das Atelier des hier arbeitenden Allround-Genies geöffnet: Elmar Schenkel.
Ein ganz großer Dank für die Gestaltung der Einladungskarte, des Plakates und des Kataloges an Anita Hellmich.
Und jetzt habe ich die große Ehre, zwei legendäre Musiker ansagen zu dürfen. Wir werden Musik hören von „The Russian Doctors" mit Doktor Makarios und Doktor Pichelstein.
Ich wünsche Ihnen, uns einen schönen Abend.

Steffen Birnbaum


Die Galerie im Mischhaus wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Leipzig und das Jobcenter Leipzig.

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