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Kunst- und Sozialprojekt

Das Gesamtprojekt
Kunst- und Sozialzentrum
Leipzig-Wahren

Projektbeschreibung

Nach Absprache mit  der ARGE Leipzig, der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig sowie dem Jugendamt der Stadt Leipzig und mit Unterstützung der bereits angelaufenen Förderung des Projektes durch die ARGE entsteht in der ehemaligen 58. Schule in Leipzig-Wahren ein kommunal orientiertes Kunst- und Sozialzentrum.

Hier soll unter anderem durch die ARGE zugewiesenen und / oder geförderten arbeitslosen Jugendlichen die Möglichkeit zur Berufsorientierung, zur punktuellen Weiterbildung sowie zum beruflichen Wiedereinstieg gegeben werden.

Kernstück der aktuellen Projektentwicklung ist die Einrichtung, Ausstattung und Aufführung einer Theaterproduktion, in deren Umfeld sich den beteiligten Jugendlichen neue Ausbildungs- und Berufsperspektiven eröffnen sollen.

Gemeinsam mit Bildungs- und Kooperationspartnern freier Trägern sowie Unternehmen der freien Wirtschaft entsteht in der ehemaligen 58. Schule eine Kunst- und Sozialwerkstatt, aus deren Tätigkeit heraus den jugendlichen Projektteilnehmerinnen und Teilnehmern Grundwerte und Schlüsselkompetenzen wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Teamfähigkeit, Leistungs- und Arbeitsbereitschaft, Selbstbewusstsein sowie Kommunikationsfähigkeit erstmalig oder neu vermittelt werden sollen.

Ganzheitlich ist damit die Einrichtung von Räumlichkeiten mit Werkstattcharakter für Bastel- und Gestaltungsarbeiten, Kleinreparaturen an Möbeln und Unterweisungen in den Tätigkeitsfeldern Holz/Farbe/Metall verbunden, die Einrichtung einer Pausenversorgung für die Jugendlichen zur ganzheitlichen gesundheitsbewussten Ernährung, die Pflege des Schulbereiches und des Außengeländes durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer - sowie fakultative Seminare zur Vorbereitung auf den beruflichen Wiedereinstieg sind weitere tragende Bestandteile.

Ähnlich dem Konzept einer Übungsfirma beziehen sich hierbei alle Aktivitäten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer genau wie die berufsorientierten Unterweisungen ausschließlich auf das Projekt selbst und dienen somit allein dem Erhalt des Projektprozesses und seiner Ziele.

Für notwendige technische Arbeiten, für die Bereiche Holz/Farbe/Metall, Bühnenbau oder auch die Pausenversorgung der Projektteilnehmerinnen und Teilnehmer werden Kooperationsfirmen des ersten Arbeitsmarktes hinzugezogen, deren Arbeiten von den Jugendlichen begleitet und unterstützt werden sollen.

Dabei besteht für die Firmen die Möglichkeit, besonders geeignete Projektteilnehmerinnen oder Teilnehmer zu beobachten und gegebenenfalls anschließend in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu übernehmen oder in ein solches zu vermitteln.

In Vorbereitung darauf wurden bereits verschiedene Firmen der freien Wirtschaft bzw. Bildungsträger auf eine Zusammenarbeit angesprochen und Vorbereitungen zum Abschluss entsprechender Kooperationsvereinbarungen getroffen.

Dazu gehört u.a. die Firma „Montageservice und Dekorationsbau Fattich" ein Fachbetrieb für Bühnen - und Dekorationsbau, mit der bereits eine langfristige Kooperationsvereinbarung geschlossen wurde. Hinsichtlich der Pausenversorgung besteht eine Kooperationsvereinbarung mit der Firma „Gastronomiebetrieb Cafe Westen/ Sabine Laska Laska", für den Bereich „Bühnen-, Licht und Tontechnik" steht die Firma „Alekto-Film" zur Verfügung.

Somit unterstützt der Trägerverein mit seinem Gesamtprojekt neben seiner eigentlichen sozialen Tätigkeit Firmen und Einrichtungen der freien Wirtschaft durch die Vergabe von Aufträgen und Kooperationsverträgen.

Das Kunst- und Sozialzentrum soll allerdings nicht nur geförderten Teilnehmerinnen oder Teilnehmern zur Verfügung stehen. In enger Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes und verschiedenen Beratungsstellen der Stadt Leipzig soll das Kunst- und Sozialzentrum in der ehemaligen 58. Schule auch eine Anlaufstelle für Beratungs- und Bildungsangebote verschiedenster Art bilden.

Im Mittelpunkt der Arbeit dieser Anlaufstelle stehen Seminare zum beruflichen Wiedereinstieg, Bewerbungstrainings, Kommunikationstrainings, Computerkurse. Ebenso gehören die Erstberatung und fachkompetente Vermittlung von Personen mit sozialen Problemen zu den allen Personen offenen Bestandteilen des Angebotes.

Dafür wurde seitens des Jugend, Kultur und Medienwerkstatt e.V. im Mischhaus Leipzig ein Zertifizierungsverfahren nach AZWV beantragt, entsprechend geschultes Personal steht bereits ehrenamtlich bzw. auf Honorarbasis zur Verfügung.

Auch in kultureller Hinsicht steht das Kunst- und Sozialzentrum den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt offen.

Regelmäßige Werkschauen, Arbeitsproben und Theateraufführungen der Projektgruppen werden im Haus kostenfrei angeboten, Tage der offenen Tür und „Tage der Berufsperspektive" gemeinsam mit Gästen aus der freien Wirtschaft, Personaldienstleistern und (freien) Arbeitsvermittlungsagenturen sollen den Projektteilnehmerinnen und Teilnehmern als auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils einen Einblick in die Arbeit des Kunst- und Sozialzentrums sowie auch Beratungs- und Informationsmöglichkeiten geben.

Der Jugend, Kultur und Medienwerkstatt e.V. im Mischhaus Leipzig und seine Mitarbeiter sind jederzeit Ansprechpartner für neue Anregungen, Hinweise und neue Kooperationen und wir sind selbstverständlich gern bereit, die eigenen Erfahrungen mitzuteilen und andere Vereine und Einrichtungen zu unterstützen.

 

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